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Finanzen

Wer schulpflichtig ist und noch zu Hause wohnt, der muss sich über Geld keine Sorgen machen? Stimmt leider längst nicht immer. Denn auch wenn Kost und Logis frei sind und das Taschengeld großzügig, bleibt für Extras oftmals nichts mehr übrig. Die Wunschlisten sind lang: Der erste eigene Urlaub mit den Freunden will ebenso bezahlt werden wie teure Markenkleidung, Kosmetik oder Kinobesuche. Auch kostspielige Hobbys, häufige Zug- oder Autofahrten können gehörig ins Geld gehen. Kein Wunder, dass viele Schülerinnen und Schüler heute eine zusätzliche Einnahmequelle suchen. Mit einem passenden Nebenjob können kleine oder große Extras aus eigener Tasche finanziert werden - ganz egal, ob es sich dabei um eine regelmäßige Tätigkeit neben dem Schulbesuch oder einen Ferienjob handelt. Auch die Aufgabenbereiche sind enorm unterschiedlich: Neben typischen Schülerjobs wie Nachhilfe, Babysitting oder Zeitungaustragen stehen je nach Wohnort viele weitere Stellenangebote zur Wahl. Damit es später keine bösen Überraschungen gibt, sollten einige Kriterien im Bereich Jugendarbeitsschutzgesetz, Zustimmung der Eltern und viele weitere Details stimmen.

Eine ganz andere Situation betrifft SchülerInnen, die nicht mehr bei den Eltern wohnen. Unter bestimmten Umständen kann dann Schülerbafög beantragt werden - vorausgesetzt, die nötigen Auflagen werden erfüllt. So kann beispielsweise der Besuch einer Berufs- oder Fachoberschule einen Anspruch auf Schülerbafög darstellen, insofern diese in deutlicher Ferne vom Elternhaus liegt. Hierdurch wäre ein eigener Haushalt gerechtfertigt, die finanzielle Unterstützung wahrscheinlich. Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen kann, für den bestehen besonders günstige Bedingungen für eine mögliche Förderung durch Schüler-Bafög. Auch hier sollte man sich rechtzeitig und idealer Weise vor einem möglichen Umzug über die Aussichten und die Höhe einer eventuellen Förderung informieren. Praktisch: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet eine kostenlose Online-Suche, mit der Ansprechpartner zu allen Bafög-Fragen in der Nähe gelistet werden. In besonderen Härtefällen und wenn die Eltern nicht mehr für den eigenen Unterhalt aufkommen, kann unter Umständen auch HartzIV beantragt werden. Auch hier gelten jedoch starke Einschränkungen, die man in jedem Fall mit einem Experten besprechen sollte.